Montag, 10. November 2014

Alle deutschen "Defence and Freedom" Beiträge wurden hierher kopiert


Der Titel sagt es bereits: Ich habe alle deutschsprachigen (Label "deutsch") Beiträge von Defence and Freedom" hierher kopiert.

Damit mausert sich dieser Weblog von einer Blognamensreservierung mit Verweis auf den Hauptblog zu einem kleinen Blog-Bruder. Wem das Lesen eines großteils englischsprachigen Weblogs nicht genehm ist, der kann  und möge sich diesen Weblog hier zu Gemüte führen.

Die zwei Gesichter des deutschen Staates beim Thema Verschlüsselung

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Die Bundesregierung hatte mit einer Behäbigkeit auf die Spionageenthüllungen aus dem Snowden-Fundus und ähnlichen Enthüllungen unter Anderem damit reagiert, dass sie die Verschlüsselung von E-Mails zum Normalfall erheben wollte:
 
Heise.de, Juli 2014
... andererseits ...
Heise.de, November 2014
Der Spiegel/Spiegel Online, November 2014

Das mag nun schlecht koordiniert, disharmonisch klingen. Oder nach Doppelmoral.

Man mag sich auch in Erinnerung rufen, dass die CDU die einzige** große Partei war, die unter Datenschutz in ihrem Wahlprogramm zur Europawahl nicht etwa den Schutz der Privatsphäre verstand, sondern den Schutz der Wirtschaft gegen Wirtschaftsspionage. Und dass der BND unter Bundeskanzleramts-Fuchtel steht und somit unter Kontrolle eines CDU-Ministers.
 
Wer etwas genauer hinschaut, der mag auch bemerken dass der Exploit von Schwachstellen nur so lange möglich ist, wie diese Schwachstellen nicht veröffentlicht und beseitigt werden.
 
Die Nutzung oder gar Schaffung von Schwachstellen bedeutet daher, dass der Staat wegschauen würde während wir in unserem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt werden können und zudem unser Post- und Telekommunikationsgeheimnis durch in- oder ausländische Straftäter verletzt werden kann.
Das ist ungefähr so, als ob die Regierung den Polizisten Weisung geben würde, nichts zu unternehmen, wenn Knüppel und geladene Pistolen vor einem Fußballstadium auf dem Asphalt liegen.
 
Letztlich bedeutet JEDE Kenntnis eines SSL Exploits durch den BND ohne rasche Meldung der Schwachstelle an die Softwareentwickler bzw. Serverbetreiber wohl eine Verletzung der staatlichen Schutzpflicht.
 
In einer gut funktionierenden Demokratie wäre das der Stoff, aus dem Mißtrauensanträge gegen eine Regierung geschmiedet werden. Hierzulande geht die Sache aber irgendwie geradezu unter.
 
S O
defence_and_freedom@gmx.de
 
edit: heise.de IT-Sicherheitsgesetz vs. Exploit-Pläne des BND: "Völlig irre"
 
*: Unter Umständen auch die CSU, deren Programm habe ich damals nicht daraufhin durchleuchtet **: Zur Frage, opb das der Spionage oder Gegenspionage dient, die der Artikel nicht klar beantwortet: Der BND ist v.a. für Spionage bzw. Informationsbeschaffung zuständig. Für Gegenspionage bzw. Schutzt wären der MAD, der Bundesverfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zuständig. Wenn letztere diese Information bekämen, würden sie sie aber wohl auch zum allgemeinen Schutz verwenden. Zudem bedeutet die Absicht, nur Regierungsrechner schützen zu wollen auch gleichzeitig eine Schutzpflichtverletzung des Staates gegenüber den Privatpersonen.
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Sonntag, 19. Oktober 2014

Kleine und große Anfragen

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Die Bundesregierung hat dem Parlament u.a. Antworten auf sogenannte Kleine Anfragen und Große Anfragen zu geben. Bisher habe ich darauf nicht verwiesen, aber manchmal sind interessante Detais in diesen Antworten enthalten.
Sehr oft drückt ein Ministerium jedoch in seinen Antworten auch passiv-aggressiv sein Missgefallen an der Anfrage (der Opposition) bzw. der Kompetenz der Fragestellenden aus und antwortet, als ob es nicht um Informationen für den Gesetzgebers, sondern um sein Bloßstellen ginge. Andere Male wird die Auskunft auf Basis von Geheimhaltung verweigert (ich finde dies eine sehr zweifelhafte Praxis, schließlich hat das Parlament die Aufsicht über die Exekutive).
Hier ist eine Webseite, deren Betreiber sich die Mühe machen, die BMVg-relevanten Antworten in einer Liste direkt zugänglich zu machen: bundeswehr-monitoring.de
 
Hier einmal ein Beispiel:
German Eurofighter - (c) Krasimir Grozev
"Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 Neuburg a.d. Donau hatte im Jahr 2013 im Durchschnitt 21 Luftfahrzeuge in seinem Verfügungsbestand."
und
"Die Gesamtkosten des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 Neuburg a.d. Donau für das Jahr 2013 belaufen sich auf rund 317 Mio. Euro."
und
"Beim Taktischen Luftwaffengeschwader 74 Neuburg a.d. Donau waren durchschnittlich 1126 Soldatinnen und Soldaten sowie 163 Zivilangestellte im Jahr 2013 stationiert bzw. beschäftigt."
und
"Die retrospektiv zu ermittelnden Kosten einer Flugstunde sind für das Jahr 2013 noch nicht abschließend berechnet. Der für das Jahr 2012 ermittelte Kostenansatz lag bei 78197 Euro."
und
"Im Jahr 2013 wurden durch das Taktische Luftwaffengeschwader 74 Neuburg a.d. Donau 3204 Flugstunden durchgeführt, von denen 211 Stunden im Rahmen von Verlegungen nicht in Neuburg a.d. Donau geflogen wurden."
und
"Im Jahr 2013 wurden im Taktischen Luftwaffengeschwader 74 Neuburg a.d. Donau 12751000 Liter Flugkraftstoff an Eurofighter ausgegeben. Dies entspricht ca. 10200 Tonnen Flugkraftstoff.
Aus diesen Informationen kann man direkt und indirekt erkennen: Geschwader = ca. 21 Flugzeuge* Gesamtkosten je Eurofighter und Jahr = ca. 15 Mio. Euro Flugstunde Eurofighter = ca. 78.000 Euro** Flugstunden Eurofighter je Jahr = ca. 152 h*** Nachschubbedarf Kerosin je Flugstunde im Friedensbetrieb = 3,4 t****
 
Es fehlen eigentlich nur noch Angaben zum (typischerweise unzureichenden) Munitionsvorrat und Ersatzteilversorgung. Dem Einzelplan 14 kann man jedoch entnehmen, dass die Beschaffung von Munition durch die Bundeswehr insgesamt typischerweise bei 340-400 Mio. Euro/Jahr liegt.
 
Bei solchen Werten sollten Fans von Luftmacht ins Grübeln kommen, besonders im Vergleich zu dem, was das Heer stattdessen mit dem Budget machen könnte. 
 
S O
defence_and_freedom@gmx.de
*: Im 2. Weltkrieg war das nicht mal eine Gruppe; die hatte ca. 40 Maschinen und ein Geschwader hatte typischerweise 3 Gruppen + Stabsschwarm. Ein heutiges Luftwaffengeschwader ist nicht nur im Vergleich dazu eher eine große Staffel. Die Dienstgrade der involvierten offiziere sind natürlich nicht mit der Flugzeugzahl mitgeschrumpft.
**: Ein katastrophal hoher Wert, allerdings ist die Vergleichbarkeit mit ausländischen Angaben wohl nicht gegeben.
***: Was bei einem Piloten je Eurofighter so wenig wäre, dass ein ausreichender Übungsstand für eine Mehrrollenfähigkeit praktisch unmöglich ist. Dafür müsste man in Richtung 240-300 h/Jahr gehen und aufgrund der konstanten Fixkosten würden dann auch die Kosten je Flugstunde sinken.
****: Relevant v.a. für Einsätze von schwer zu versorgenden vorgeschobenen Flugplätzen aus.
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Donnerstag, 2. Oktober 2014

Montag, 29. September 2014

Zur derzeitigen Krise im BMVg

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Das derzeitige Skandälchen um die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen der Bundeswehr behandelt meines Wissens nach nur bereits länger bekannte und existente Probleme. Viele kleine Peinlichkeiten bekommen dabei keine Aufmerksamkeit.
 
Das Letztere ist bedauernswert, denn diese kleineren Peinlichkeiten legen offen, dass das Problem nicht die Höhe des Haushaltes an sich ist. Ein sehr gut dokumentiertes Beispiel war die Mörserkrise der 90er Jahre, welche mit wenig Geld und mit einem simplen Kaufvorgang hätte gelöst werden können - aber annähernd ein Jahrzehnt dauerte.
 
BMVg/Bundeswehr haben auch einige klar verschwenderische Großprojekte wie den 3. Einsatzgruppenversorger (= großteils eine Werftsubvention), die nutzlosen Korvetten und die F125er - koloniale Patroullienkreuzer ohne Kolonien. Die entsprechenden Budgets hätten  genügt, um weitverbreitete Mängel dutzendweise abzustellen.
 
Einige Mängel der Einsatzbereitschaft - insbesondere bei Hubschraubern - sind die Konsequenz von Kinderkrankheiten und Entwicklungsverzögerungen bei Entwicklungsprojekten, die anstelle simpler Lizenzproduktionen durchgeführt wurden. Der Bedarf an modernen Hubschraubern hätte schon Ende der 1980er mit etablierten Mustern für weit weniger Geld gedeckt werden können.
 
Ich persönlich bin vollständig "unbeeindruckt" von der derzeitigen Führung des BMVg, aber die Mängelliste aus diesem Skandal kann schwerlich nur oder hauptsächlich ihr zur Last gelegt werden. Das Muster reicht Jahrzehnte weit zurück.
 
Das BMVg und der damalige Minister haben bereits die Aufstellung der Bundeswehr in den späten 50ern und frühen 60ern verbockt. Es wurden völlig falsche Plattformen (HS30, F-104G) angeschafft und gleichzeitig eine erstaunliche Inkompetenz bei der Beschaffung und Verteilung von Ersatzteilen und Munition demonstriert. Es mag harsch klingen, doch der Leopard 2 ist vielleicht das einzige wirklich erfolgreiche Großprojekt des BMVg (die Typ 206 Uboote folgten einer Reihe fürchterlicher Pleiten).
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Das BMVg verdient Ärger für sein Versagen in Serie, doch das derzeitige Zuschieben des schwarzen Peters ist blanker Opportunismus. Ebenso opportunistisch ist das Bauernopfer des Leiters des Beschaffungswesens.
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung hätte schon vor langer Zeit gedemütigt, aufgelöst und abgerissen werden sollen als Warnung für andere versagende Bürokratien. Alles nichttechnische Personal sollte dabei auf eine schwarze Liste gesetzt werden und nie wieder für irgendeine Beschaffung des Bundes zu tun haben dürfen. Doch dies hätte schon vor langer Zeit geschehen sollen - nicht erst auf Druck der Presse
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Und schließlich gibt es noch einen äußerst  ärgerlichen Aspekt des Skandälchens: Die üblichen Verdächtigen nutzen die Gelegenheit für den Ruf nach einem größeren Budget für die Bundeswehr (Einzelplan 14). Sie implizieren dabei, dass mehr Geld zu verschwenden irgendwie die Situation verbessern würde. Doch einer verschwenderischen Bürokratie ein größeres Budget zu geben verleitet sie nur dazu, weitere Unzulänglichkeiten zu provozieren und dann lauthals nach noch mehr Geld zu rufen.
 
Ein diese Tage häufig zu lesender Vorwurf ist auch, dass irgendwie irgendwelche NATO Anforderungen nicht erfüllt würden, oder dass Zusagen an die NATO nicht eingehalten würden.
 
Die beste Antwort hierauf lautet "Na und? Wen interessiert's?"
 
Wir müssen eines Minister's Verordnung befolgen. Wichtiger ist jedoch eine noch speziellere relevante ministeriale Verordnung. Doch beide beziehen ihre Macht ausschließlich aus einem Gesetz (von der Legislative verabschiedet), das den Minister überhaupt erst zur Schaffung oder Änderung einer Verordnung authorisiert. Gesetze sind also höherrangiger als Verordnungen. Speziellere Gesetze übersteuern dabei die Allgemeineren. Verfassungsparagraphen stehen noch über allen Gesetzen, und authorisieren oftmals überhaupt erst Ausnahmen von sich selbst in Gesetzen ('Alles Nähere regelt ein Bundesgesetz.'). Die spezielleren Verfassungsparagraphen übersteuern dabei die Allgemeineren.
 
Nun, wo steht eines Minister's Zusage oder eine Anforderung durch die NATO in dieser Rangliste?
Nirgends. Ein Zeitungsausträger könnte Unsinn reden, und es wäre ebenso gewichtig.
 
Nun möge man sich erinnern; in allen Demokratien hat die Legislative (der Gesetzgeber, hier; der Bundestag) das Budgetrecht. Sogar ein Gesetz zu Zusagen über Militärausgaben würde also vom nächsten Haushaltsplan übersteuert, wenn dieser präzisiert in Einzeltitel den nächsten Einzelplan 14 vorgibt. Also nochmal; es gibt absolut keinen Grund, Anforderungen der NATO oder auch Willensbekundungen unserer Minister irgendetwas zu geben; sie sind belanglos angesichts der faktischen Macht des Haushaltsplanes. Ob der Minister der NATO Bürokratie  bestimmte Zusagen für kommende Haushalte macht oder ob ich diese mache ist rechtlich exakt gleich nicht bindend.
 
So läuft das mit dem Rechtsstaat und der Gewaltentrennung. Minister haben sich an Gesetze zu halten und ihre Macht reicht bei weitem nicht bis in die Kompetenzen des Parlaments hinein.
 
Die 'mehr Militärausgaben!' Fraktion tut natürlich so, als wären irgendwelche belanglose Zusagen äußerst gewichtig und unbedingt einzuhalten, da ihnen dies in die Karten spielt. Und natürlich machen Minister gerne Zusagen, die sie dann dem Gesetzgeber (bzw. dem den Haushaltsplan entwerfenden Finanzministerium) vorhalten können. Schließlich wollen sie mehr Budget für sich herausholen - für eigenes Prestige und Spielereien. Doch wieder und wieder interessiert sich der Gesetzgeber nicht für dieses Gehabe und gibt wiederum nur einen gemäßigten Einzelplan 14 vor.
 
Die tatsächlichen Verpflichtungen aus dem Nordatlantikvertrag sind eine andere Geschichte; sie haben die Kraft eines Gesetzes, da der Vertrag ratifiziert wurde. Doch dieser Vertrag sagt überhaupt nichts darüber aus, wieviele einsatzbereite Bordhubschrauber die Bundeswehr haben muss, oder Ähnliches. Ich weiß es, denn ich habe den Vertrag mehrfach gelesen. Die meisten Leute wären erstaunt, was für Verpflichtungen dieser Vertrag tatsächlich enthält, und welche alle nicht.
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Wie üblich halte ich wenig davon, wie in der Presse Bundeswehr und BMVg behandelt bzw. kritisiert werden. Dieses Skandälchen war vorhersehbar, brachte kaum Neues zu Tage, wird von den üblichen Verdächtigen ausgenutzt und wird ohne Zweifel nicht lange in den Schlagzeilen bleiben.
 
Vielleicht sind bloß einige Journalisten auf dem Trip in den Irak eingeschnappt gewesen und zahlen es jetzt zurück. Man kann den Presserummel auch als Gegenschlag gegen die vergleichsweise aggressive und militarisierte neue Außenpolitik werten; immerhin liefern wir Waffen direkt an die im Krieg befindlichen Peschmerga und bilden ihre Kämpfer auch direkt aus. Es gab zudem vor einigen Wochen eine konzertierte Aktion, um eine neue 'Debatte' zur Sicherheitspolitik anzustoßen, offensichtlich mit der Absicht, uns in Zukunft in mehr Konflikte hineinziehen zu können. Auch das mag einen journalistisch-politischen Gegenschlag provoziert haben.
 
Erhebliche und nachhaltige Verbesserungen der Misswirtschaft werden wohl kaum eine Folge dieses Presserummels sein.
S O
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Freitag, 22. August 2014

'Sicherheitspolitik' ist seltsam wählerisch

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Ich erinnere mich noch, wie Bundesminister der Verteidigung Rühe mit der Salamitaktik der deutschen Auslandseinsätze begann: Ein Bundeswehrhospital in Kambodscha. Das Land litt noch unter dem Bürgerkrieg. Wer konnte sich schon einem derart edlen Unterfangen widersetzen? So ziemlich niemand. Und so begann es. Schritt für Schritt ging es weiter mit der Militarisierung der Außenpolitik (damals noch beschrien von den Grünen) bis man 1999 mitmachte beim Luftkrieg gegen Jugoslawien (mit einer rot-grünen Regierung!). Recht kurz danach standen auch Heerestruppen in Kabul.
 
Einer von Rühes Nachfolgern, Struck, prägte den allgemein als lächerlich empfundenen Satz "Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt".
 
Nun gibt es eine Ebola Epidemie in Westafrika. Wiederum könnten ein paar Bundeswehrsanitätstruppen Leben retten. Und dieses Mal ist es weniger lächerlich zu behaupten, dass eine Entsendung von Truppen irgendwie auch Deutsche daheim schützt.
 
Aber irgendwie scheint niemand diese Option auch nur öffentlich zu diskutieren.
Mag dies sein, weil
 
* dort zu helfen wohl keine diplomatischen good will erkaufen würde? * Politiker ihre Abenteuerspielchen lieber mit echten, potentiell kämpferischen,  Soldaten spielen? 
 
* es weder den Egoismen von Bürokratie noch von der Industrie dienen würde, da ein solcher Einsatz wohl kaum zusätzliche Ausgaben für Truppen, Fahrzeuge usw. zur Folge hätte?
 
* es in der EU kein Äquivalent zum Chef-Falken der NATO, Rasmussen, und seiner Bürokratie gäbe? Bei Optionen für Militäreinsätze sind die scharf darauf, die "Relevanz" der NATO zu beweisen. * die Fußball-WM die Massen für eine Weile ruhiggestellt hat? 
 
* ein Ebola-Epidemiegebiet für Journalisten nicht so attraktiv ist (obendrein Malariagebiet) und es relativ wenige Berichte zur Krise gibt?
 

Ich behaupte, dass eine rationale Regierung (die irgendwie doch den ISAF-Einsatz für sinnvoll hielt) sicherlich einige Flugzeugladungen und Bundeswehr-Sanitätspersonal nach Westafrika schicken und dort der Führung durch vorhandene Koordinatoren (wohl WHO) stellen würde. Oder sie würde zumindest ein ziviles Engagement zeigen, womöglich auch mit in bezahlten Urlaub geschicktem Bundeswehr-Sanitätspersonal für Ärzte ohne Grenzen.
 
S O
defence_and_freedom@gmx.de
  
P.S.: Es sind ganze zwei Wissenschaftler der Bw in einem Diagnoseteam dort, sowas nehme ich hier nicht als nationales Engagement ernst: Link.
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Freitag, 15. August 2014

Digital Eye in the Sky

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Diese Technologie bzw. Kombination von Technologien ist weit jenseits von allem Tolerierbarem. 
Wir sollten dies verbieten, vorzugsweise in der Verfassung.
Und wenn das nicht funktioniert wäre das dann wohl der Artikel 20(4) Fall*.
S O
defence_and_freedom@gmx.de
 
*: Natürlich weit gefasst und bezogen auf die Hardware, nicht auf Personen.
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